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ÖGJ: Öffentliche Aufträge nur für Betriebe, die Jugendliche ausbilden

"Das billigste Angebot ist nicht automatisch das beste. Dass die Stadt Wien nun eine langjährige Forderung derGewerkschaftsjugend aufgreift und auch die Lehrlingsausbildung beider Auftragsvergabe zur Bedingung machen will, ist ein wichtigerSchritt, um die Unternehmen in die Verantwortung zu nehmen", sagtRobert Okenka, Vorsitzender der ÖGJ Wien.

"Das sollte sich auch der Bund zum Vorbild nehmen. Bei jederAuftragsvergabe sollte nicht nur das Billigstbieter-Prinzip gelten,sondern auch die Jugendausbildung als Bewertungskriteriumherangezogen werden", fordert Okenka. Auch müsse man darübernachdenken, Unternehmensförderungen daran zu koppeln, ob die FirmenLehrlinge ausbilden.


Außerdem fordert die ÖGJ eine grundlegende Reform derLehrstellenförderung. "Weg von der Gießkanne, hin zurQualitätsförderung. Wir brauchen außerdem einen Ausbildungsfonds, inden Betriebe einzahlen, die nicht ausbilden, obwohl sie es könnten,und aus dem Betriebe, die ordentlich und qualitativ hochwertigausbilden, Förderungen erhalten", fordert Okenka: "Die Unternehmerwarnen immer vor Fachkräftemangel, aber wenn es darum geht, dieExpertInnen der Zukunft auszubilden, geht in vielen Firmen nichtsweiter."

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