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Bildungsvolksbegehren: Bildung geht weiter!

Mit dem Bildungsvolksbegehren, das zwischen 3. und 10. November 2011 unterzeichnet werden kann, bekommt das Thema Bildung wieder erhöhte Aufmerksamkeit.

"Vom Kleinkind an alle Begabungen fördern"

"Das Volksbegehren fordert ein faires, effizientes und weltoffenes Bildungssystem, das vom Kleinkind an alle Begabungen fördert und Schwächen ausgleicht", hieß es in einem letzten Aufruf der Initiatoren am Mittwoch. "Parteieneinfluss auf die Schulen" solle verdrängt und die Schulautonomie gestärkt werden.

"Eine leistungsdifferenzierte, hochwertige gemeinsame Schule für alle Kinder bis zum Ende der Schulpflicht soll 'Bildungsvererbung‘ bekämpfen und allen Kindern gleiche Chancen geben, ungeachtet der Herkunft und des Einkommens der Eltern", so eine weitere zentrale Forderung.

Schließlich solle das Angebot von ganztägigen Bildungseinrichtungen "massiv ausgebaut werden", da das der "beruflichen Realität - vor allem von Müttern" - nicht mehr zeitgemäß Rechnung trage. Grundsätzlich, heißt es im Forderungskatalog weiter, müsse der Lehrerberuf "aufgewertet und Einkommensgerechtigkeit bei allen pädagogischen Berufen erreicht werden".

Details zur Unterschrift

Das "Volksbegehren Bildungsinitiative" startet mit einem Sockel von rund 52.000 Unterstützungserklärungen. Das unter den vier Bildungsvolksbegehren bisher erfolgreichste war das zur Abschaffung der 13. Schulstufe im Jahr 1969 (mit rund 339.000 Unterstützern, was fast 6,8 Prozent der Stimmberechtigten entsprach). Für eine Senkung der Klassenschülerhöchstzahl unterschrieben 1989 rund 219.000 Österreicher (3,93 Prozent), das "Bildungsoffensive- und Studiengebühren-Volksbegehren" fand 2011 rund 174.000 Unterstützer (2,98 Prozent).

Das Volksbegehren liegt zwischen 3. und 10. November in den Gemeinde- und Bezirksämtern auf. Diese müssen in der Eintragungswoche zumindest von 8.00 bis 16.00 Uhr und an zwei Werktagen zusätzlich bis 20.00 Uhr geöffnet sein, am Wochenende von 8.00 bis 12.00 Uhr (in Gemeinden ab 2.500 Einwohnern), in kleinen Orten mindestens zwei Stunden lang.

Zusätzlich dazu ist auch eine Unterschrift mittels Stimmkarte möglich. Diese muss bis spätestens 8. November (12.00 Uhr) beim zuständigen Gemeinde- bzw. Bezirksamt beantragt und persönlich (oder durch eine bevollmächtigte Person) abgeholt oder bis spätestens 6. November (für die Postzustellung) schriftlich angefordert werden.

Weitere Infos zum Volksbegehren unter www.nichtsitzenbleiben.at

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